Wir begreifen unseren Beitrag zu Bildung und Erziehung als familienergänzende Aufgabe, bei der wir jedes Kind als Individuum sehen. Unsere Einrichtung ist offen für Familien jeder sozialen Herkunft und religiösen Zugehörigkeit.

Wir glauben an die Fähigkeiten und Stärken jedes Einzelnen der Gruppe und sehen es als unsere Aufgabe, diese zu erkennen und zu fördern. Wir leben in einem demokratischen Miteinander, in dem wir Erzieher uns als Begleiter, Verantwortliche und Vertraute der Kinder sehen. Wir fördern eine friedvolle Atmosphäre, in der alle Menschen ihre Stärken und Fähigkeiten einbringen können, dabei aber auch Schwächen zeigen und Fehler machen dürfen.

Der Schülerladen Eisbären ist eine Bildungseinrichtung, die Bildung als aktiven Prozess begreift. Er sieht sich als Lern- und Lebensort der Kinder.

Ein Kind entdeckt, erforscht und gestaltet seine Welt und die zu ihr gehörenden Dinge sowie die in ihr wirkenden natürlichen und sozialen Erscheinungen und Zusammenhänge durch eigenwillige Tätigkeiten mit allen Sinnen. Ein Kind macht sich selbst sein Bild von seiner Welt und tut dies aus eigenem Antrieb.

Integration/Inklusion

Ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit im Schülerladen Eisbären ist die gemeinsame Betreuung von Kindern ohne und mit Behinderung oder Verhaltensauffälligkeiten und Kindern, die von Behinderung bedroht sind.

Der Begriff Integration ist weit verbreitet und meint, dass es zwei Typen von Kindern gibt. Die mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf und solche ohne diesen. Der Begriff Inklusion dagegen beschreibt den Umgang mit Menschen im Schülerladen Eisbären besser und genauer. Er sagt aus, dass es keine zwei Gruppen von Kindern gibt, sondern das alle Kinder eine Gemeinschaft bilden, in der jeder unterschiedliche Bedürfnisse hat. Wir stehen für eine Pädagogik der Nichtaussonderung. Nicht das Defizit oder die Einschränkung durch die Behinderung steht im Vordergrund, sondern dass die Kinder mit ihren Stärken, Wünschen, Interessen und Liebenswürdigkeiten an dem Leben im Schülerladen teilhaben. Alle Kinder sollen lernen, Formen des Anderssein zu akzeptieren, von- und miteinander zu lernen und Verständnis für die Besonderheiten anderer Menschen aufzubringen. Betroffene Familien werden bei der Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild bzw. der Auffälligkeit ihres Kindes unterstützt und begleitet. Wir suchen die Zusammenarbeit mit zuständigen Therapeuten der Kinder.

„Integrationskinder" bekommen eine spezielle Förderung und Betreuung, die sie für eine positive Entwicklung benötigen. Dies kann in Form von Kleingruppenarbeit (feste und situationsorientierte Gruppen), Projektarbeit oder Einzelförderung stattfinden.

Umgang mit Medien

Die Kinder können selbstständig erste Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen Medien sammeln und Eigenverantwortung übernehmen. Der Computer steht den Kindern an zwei Tagen in der Woche zum Spielen zur Verfügung. Auf Anfrage dürfen die Kinder auch an anderen Tagen am Computer schreiben. Die Spiele werden unter pädagogischen Gesichtspunkten ausgewählt. Für die Benutzung des Computers gibt es feste Regeln. Die Einhaltung bspw. der festgelegten Computerspielzeit fördert den Umgang mit der Uhr. Die Kinder lernen, sich an vorgegebene Zeiten zu halten und Auseinandersetzungen mit anderen einzugehen und angemessen auszutragen.

Ein CD-Player und diverse Kinderhörspiele und -musik stehen den Kindern zur Verfügung. Bücher zum eigenen Lesen für Kinder aller Lesestufen sollen zum Lesen motivieren. Die ErzieherInnen begleiten die Kinder im Umgang mit den unterschiedlichen Medien.