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Warnung

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Sonntag, 5. April 2020, 09:30 Uhr

Wie durchkommen? Was steht bevor? Etwas kommen sehen und es nicht verhindern können. 

Am Palmsonntag hören wir das gleiche Evangelium wie am 1. Advent: Jesu Einzug in Jerusalem. Was hat die Jesus zujubelnde und Palmblätter schwingende Menge erwartet? Welche Ahnung hat Jesus gehabt? In kaum drei Tagen, wird sich das Blatt wenden. Jubel wird sich in Schmähung verwandeln. Der als König hochgelobte, wird als Verbrecher niedergebrüllt und gekreuzigt. 

Wie kommen wir in diesen Zeiten durch diese Geschichte, durch die kommende Woche? Jesu Weg uns voraus, war ein Weg ins dunkle Unbekannte. Wir erinnern das heute und wollen verstehen, dass es ein Weg war, der zeigt: Gott kommt uns nicht nur entgegen, sondern ist denen nah, deren Hoffnung ganz am Ende ist. "Das verstanden die Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so an ihm getan hatte." (Joh 12,16)


Glockengeläut aus der Kirche zum Guten Hirten

Musik der Bläser

Eingangsvotum und Begrüßung

Klaviermusik

Psalm 25 i.A.

Nach dir, HERR, verlangt mich.
Mein Gott, ich hoffe auf dich;
lass mich nicht zuschanden werden,
dass meine Feinde nicht frohlocken über mich.
Denn keiner wird zuschanden, der auf dich harret;
aber zuschanden werden die leichtfertigen Verächter.
HERR, zeige mir deine Wege
und lehre mich deine Steige!
Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich!
Denn du bist der Gott, der mir hilft;
täglich harre ich auf dich.
Gedenke, HERR, an deine Barmherzigkeit
und an deine Güte,
die von Ewigkeit her gewesen sind.
Der HERR ist gut und gerecht;
darum weist er Sündern den Weg.
Mein Augen sehen stets auf den HERRN
denn er wird meinen Fuß aus dem Netz ziehen
Wende dich zu mir und sei mir gnädig;
denn ich bin einsam und elend.
Die Angst meines Herzens ist groß,
führe mich aus meinen Nöten.
Bewahre meine Seele und errette mich;
laß mich nicht zuschanden werden,
denn ich traue auf dich.

Gebet

Gottes des Lebens, unsere Augen schauen auf dich und auf deine Hilfe. Du, Herr, hast dich dazu entschieden, den Weg durch das Leben mit uns zu gehen. Auch wenn wir verlassen, einsam, isoliert sind, du findest einen Weg zu zu uns. So zieh auch jetzt bei uns ein, leite uns in deiner Wahrheit, durch dein gutes Wort, durch Jesus Christus in der Kraft deines Geistes, mit der du uns tröstest und bei uns bleibst in Ewigkeit. Amen.

Lied: Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken. Ev. Gesangbuch 91,1.6

1. Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken,
mich in das Meer der Liebe zu versenken,
die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlösen. 

6. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder,
es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder,
lehrt mich mein Glück,
macht mich aus Gottes Feinde zu Gottes Freunde.

Text: Christian Fürchtegott Gellert 1757

Lesung des Evangeliums: Johannes 12,12-19

Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem kommen werde, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel! Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht (Sacharja 9,9):  »Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.« Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so an ihm getan hatte. Die Menge aber, die bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, bezeugte die Tat. Darum ging ihm auch die Menge entgegen, weil sie hörte, er habe dieses Zeichen getan. Die Pharisäer aber sprachen untereinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihm nach.

Musik der Bläser

Predigt über Johannes 12,12-19

Lied: Kreuz, auf das ich schaue. Ergänzungsheft zum Ev. Gesangbuch 22

1. Kreuz, auf das ich schaue, steht als Zeichen da;
der, dem ich vertraue, ist in dir mir nah.

2. Kreuz, zu dem ich fliehe aus der Dunkelheit;
statt der Angst und Mühe ist nun Hoffnungszeit.

3. Kreuz, von dem ich gehe in den neuen Tag,
bleib in meiner Nähe, dass ich nicht verzag.

Text: Eckart Bücken, 1982

Fürbitten

Herr, vor uns liegt ein Weg, den wir kaum kennen. Wir bitten dich, uns zu stärken, damit wir auf Deinen guten Plan vertrauen und Zuversicht gewinnen.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.  

Wir beten für die Menschen, die in dieser schweren Zeit kein Zuhause haben. Wir bitten Dich um deinen Geist, der Türen öffnet und Menschen an schützende Orte führt.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich. 

Wir beten für die Menschen, die sich einsam fühlen und nach Nähe sehnen. Wir bitten Dich um offene Augen und Ohren, damit wir erkennen, wo wir helfen können.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich. 

Wir beten für die Menschen weltweit, denen es an allem fehlt, um sich zu schützen. Wir bitten dich um ein weites Herz, damit wir uns auf das Teilen besinnen und dass unsere Angst nicht unsere Großzügigkeit besiegt.
Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.

Vaterunser

Segen

Musik der Bläser

Mitwirkende
Pfr. Martins I Vikarin Luther I Bläser des Friedenauer Posaunenchors I Caspar Wein (Klavier)
Ort Kirche Zum Guten Hirten Berlin-Friedenau, Friedrich-Wilhelm-Platz, 12161 Berlin