Sonntag, 15. Dezember 2019, 11:00 Uhr

„Die Nacht ist vorgedrungen …“

  „… der Tag ist nicht mehr fern“.

Zur Entstehungszeit des Gedichtes  "Die Nacht ist vorgedrungen" 1937 ist der in Nikolassee lebende Berliner evangelische Schriftsteller und Liederdichter Jochen Klepper durch die nationalsozialistische Regierung mit einem "Schreibverbot" belegt, weil er mit einer Jüdin verheiratet ist . Seiner Frau und den beiden Stieftöchtern droht die Deportation. 1942 wird die Situation der Familie so unerträglich, dass sie ihrem Leben in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 1942 selbst ein Ende setzen. 

Dennoch wurde das Adventslied von Jochen Klepper zu einem Lied starker Ermutigung. Kein illusionärer Trost. Nacht und Dunkel sind in Kontrast zu Licht und Tag gesetzt, sodass die Finsternis vom anbrechenden Licht her unverhüllt in den Blick kommt.
Jochen Klepper stellte seinem Verse aus dem Römerbrief des Paulus (13, 11-12) voraus: "Die Stunde ist da, aufzustehen vom Schlaf. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeigekommen.“

In diesem Familiengottesdienst folgen wir der Bewegung des Liedes, die Kinder erforschen, wie das ist mit dem Aufstehen aus dem Schlaf und eine Taufe in diesem Gottesdienst erinnert an die Quellen dieses Trostes. „Nun hat sich euch verbündet, den Gott selbst ausersah.“

 

Mitwirkende
Pfarrer Martins und Team
Ort
Kirche Zum Guten Hirten Berlin-Friedenau, Friedrich-Wilhelm-Platz, 12161 Berlin, Deutschland