Sonntag, 17. November 2019, 09:30 Uhr

Das Kirchenjahr neigt sich dem Ende – und wenn es an ein Ende geht, zieht man oft Bilanz, gibt Feedback, wertet aus, reflektiert. „Am Ende sein“ – das heißt ganz am Ende auch: Nichts mehr rückgängig machen können. Einem Urteil über die eigene Person nichts mehr entgegensetzen können, offenbar werden.

Der Gedanke des letzten Gerichts, könnte einem Furcht einflößen. Er könnte einem aber auch helfen wahrzunehmen, dass alles, was Menschen tun, angesichts der Ewigkeit vorläufig und limitiert ist. Menschen sind endlich und müssen irgendwann einmal endlich auch etwas sein lassen. Das Bekenntnis zu Christus als dem letztem Richter über ein Menschenleben entlastet davon, in der Weltgeschichte schon das Weltgericht sehen zu müssen. Und der Weltenrichter ist einer „der meine Abtrünnigkeit in einem Bündel versiegelt, und übertüncht meine Verfehlung.“ (Hiob 14,17)

Predigttext: Hiob 14,1-6.13.15-17

Mitwirkende
Pfarrer Martins
Ort
Kirche Zum Guten Hirten Berlin-Friedenau, Friedrich-Wilhelm-Platz, 12161 Berlin, Deutschland