Veröffentlicht am So., 22. Mär. 2020 17:00 Uhr

Die soziale Distanzierung beherrscht unseren Alltag nun seit einer Woche.

Es heißt, der Mensch sei ein Gewohnheitstier. Und diese Umgewöhnung fällt schwer.

Wir nehmen ernst, wozu die ExpertInnen raten – Abstand, Verlangsamung.

Aber es schmerzt:

Wenn der Wochenrhythmus wie eine Seifenblase geplatzt ist: kein Seidenmalen am Montag, kein Frühstück am Mittwoch, kein Gottesdienst am Sonntag, keine Krabbelgruppe um Zehn.

Wenn die Nachbarn nur still durch das Fenster einen Gruß winken, anstatt heraus zu kommen.

Wenn Familien sich jetzt ganz nah sein wollen aber vorsorglich auf Distanz gehen müssen.

Dann wiederum, wenn ich einen Film sehe und die Schauspieler gehen ganz normal einkaufen oder ins Café, erscheint mir das alles so unwirklich und fern.

Es ist erst eine Woche, aber ich habe mich schon an so viel Unnormales gewöhnt, dass die Normalität etwas von Fiktion bekommt.

Der Herr spricht: 

Ich will Frieden geben in eurem Lande,

dass ihr schlaft und euch niemand aufschrecke.

3.Mose 26,6

Gottes Versprechen an uns Menschen gilt und wird eingelöst. Es wird wieder anders werden. Ich, Gott, werde dafür sorgen.

Dieses Versprechen kann uns aus der Hilflosigkeit führen:

   Um den neuen Alltag anzunehmen.

   Um durchzuhalten.

   Um die Infektionsrate so flach wie möglich halten.

   Um unseren Nächsten zu schützen.

Für den Rest sorgt Gott.

Es wird der Tag kommen, an dem wir uns an jetzt erinnern und wundern – was für eine andere Welt das war.

Als wir uns aus Sorge umeinander aus dem Weg gehen mussten und Abstand das eigentliche Zusammenhalten war.  

Ihre Rebekka Luther

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